Kalkberghöhlen in Bad Segeberg
Ein Berg mit seinen Gipsbrächen hat Bad Segeberg berühmt gemacht. Er liegt beim Südufer des Segeberger Sees, ist 91 Meter hoch und hat eine achthundert Meter weit begehbare Höhle. Die Höhle kann von April bis Oktober mit Führung besichtigt werden.
Die alljährlichen Karl-May-Festspiele finden vor der wildromantischen Felskulisse der ehemaligen Gipsbrüche statt. Hier tummeln sich Winnetou, Old Shatterhand und andere Helden des Wilden Westens.
Seit über 85 Jahren sind die Kalkberghöhlen in Bad Segeberg Anziehungspunkt für Jung und Alt. Jedes Jahr überwintern über 15.000 Fledermäuse in den Kalkberghöhlen, darunter Wasser-,
Fransen-, Bechstein-, Teich- und Bartfledermäuse. Während die Höhle in Herbst und Winter als Balz- und Paarungsquartier genutzt wird, befinden sich in den Sommermonaten nur die männlichen Fledermäuse in den Kalkberghöhlen.
Bei der 35-minütigen Führung, entdecken Eltern und Kinder unterschiedliche Steinstrukturen und erfahren mehr über die Entstehungsgeschichte der bizarren Landschaft. Außerdem lernen die Familien mehr über den Segeberger Höhlenkäfer, der ausschließlich in diesen Kalkberghöhlen zu finden ist. Verschiedene Moose und Algen, aber auch insgesamt 53 Schneckenarten tragen dazu bei, das natürliche Gleichgewicht der Kalkberghöhlen in Bad Segeberg zu bewahren.
Im angrenzenden Höhlenhaus, informieren sich Eltern und Kinder über den praktischen Fledermausschutz und künnen Anregungen für eigene Aktivitäten sammeln. Mit Hilfe eines Video-Mikroskops, erhalten die Familie einen überblick über die Vielfalt und Schönheit der Fledermäuse, die sich, jedes Jahr aufs Neue, in den Kalkberghöhlen Bad Segeberg ganz zuhause fühlen.
Da in der Höhle, auch im Sommer, nur eine Temperatur von 9 °C herrscht, sollten sich Eltern und Kinder warm einpacken.
Für Asthmakranke soll der Aufenthalt und das Einatmen der Höhlenluft positiv wirken.
Zweimal die Woche werden zu diesem Zweck besondere Führungen angeboten.