Entscheidung nach achtjährigem Rechtsstreit: Die Post darf Beihilfezahlungen aus den 90er-Jahren behalten, die sich samt Zinsen inzwischen auf mehr als eine Milliarde Euro belaufen. Der EuGH gab dem Konzern in letzter Instanz recht. Die Kommission prüft aber noch weitere Zahlungen - der Streit geht weiter.
Auf der Internationalen Funkausstellung kann von heute an wieder die Zukunft der medialen Welt bestaunt werden. Ein Trend in diesem Jahr: 3-D. Doch die Technik ist nicht gerade neu: Schon in den 1950er-Jahren konnten sich Kinofreunde daran erfreuen. Ob sie sich nun durchsetzt,
Erstmals in ihrer Geschichte will die Bundesbank ein Vorstandsmitglied loswerden: Der Vorstand beschloss einstimmig, Bundespräsident Wulff um die Abberufung Thilo Sarrazins zu bitten. Auch der Berliner SPD-Kreisverband Charlottenburg-Wilmersdorf will den 65-Jährigen rauswerfen. Er hatte mit Äußerungen zu Juden und Muslimen für Empörung gesorgt.
Der Verband der Ersatzkassen spricht ein Jahr nach Einführung des "Pflege-TÜV" von einem Erfolg. Bei der Benotung von Pflegeeinrichtungen gebe es aber Verbesserungsbedarf. Defizite in der Pflege soller künftig stärker ins Gewicht fallen. Gegen rund 200 Bewertungen wurde geklagt.
Der sogenannte Pflege-TÜV sollte die Pflege verbessern - ob das gelungen ist, ist zumindest fraglich. Der Journalist Markus Breitscheidel ließ sich als Pflegekraft in einem Hamburger Altenheim anstellen. Dort fand er mitunter unhaltbare Zustände vor.
Europäische Firmen klagen über eine massive Benachteiligung auf dem chinesischen Markt. Die Europäische Handelskammer kritisiert, China sei immer noch einer der am strengsten reglementierten Märkte der Welt und spricht von "wachsender Frustration" der europäischen Firmen.
Der insolvente Warenhauskonzern Karstadt ist offenbar gerettet. Der Investor Berggruen erzielte eine Grundsatzeinigung mit den Vermietern der Warenhäuser über geringere Mieten. Dies war von Berggruen als Bedingung für eine Übernahme genannt worden. Andernfalls hätte eine Zerschlagung des Unternehmens gedroht.
Mit einem neuen Angebot will eine französische Fast-Food-Kette die wachsende islamische Kundschaft im Land gewinnen. In ausgewählten Filialen gibt es Burger mit Fleisch von Tieren, die nach islamischem Ritus geschlachtet wurden. Und die Nachfrage nach dem "Halal-Burger" ist enorm.
Der Schock währte nur wenige Stunden. Rettungskräften ist es im Golf von Mexiko gelungen, das Feuer auf einer Ölplattform zu löschen. Alle 13 Arbeiter auf der Bohrinsel überlebten das Unglück. Die US-Küstenwache sagte, es gebe bislang keine Hinweise, dass Öl ausgetreten sei.
Hurrikan "Earl" nähert sich der Ostküste der Vereinigten Staaten - allerdings ist noch unklar, ob der Sturm die Küste tatsächlich mit voller Wucht trifft oder an ihr vorbeiziehen wird. In den US-Staaten North Carolina, Virginia und Maryland wurde vorsorglich der Notstand ausgerufen.
Nach der erneuten Explosion einer Ölplattform im Golf von Mexiko wächst die Sorge vor einer weiteren Ölpest. Die Betreiberfirma wiegelt ab, doch ein erster Ölteppich wurde bereits gesichtet. Zudem gibt es widersprüchliche Aussagen darüber, ob die Plattform in Betrieb war.
Die positive Nachricht: Sie wollen sich wieder treffen. Israels
Ministerpräsident Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas haben sich bei ihrem Treffen in Washington auf die Fortführung der Friedensgespräche im Zwei-Wochen-Rhythmus geeinigt. Inhaltlich liegen beiden Seiten aber noch weit auseinander.
Vor der Küste Ghanas wurden 2007 beträchtliche Öl- und Gasvorkommen entdeckt. Noch vor Jahresende soll mit der Produktion begonnen werden. Das Öl weckt viele Hoffnungen in dem armen Land - aber auch Ängste vor Gewalt, Korruption und Umweltverschmutzung.
Im Golf von Mexiko ist erneut eine Ölbohrinsel explodiert. Nach Angaben der US-Küstenwache sind alle 13 Arbeiter in Sicherheit, einer sei verletzt. Es soll sich ein Ölschleier gebildet haben. Die Plattform liegt 320 Kilometer von der Stelle entfernt, an der die Bohrinsel "Deepwater Horizon" explodiert war.
Sie reden wieder: Nach fast zwei Jahren Stillstand haben Israelis und Palästinenser in Washington direkte Friedensgespräche aufgenommen. Die Verhandlungspartner müssen beweisen, dass sie nicht nur von Frieden reden, sondern ihn auch wollen. Scheitern die Gespräche, droht mehr Gewalt.
Die USA halten einen deutschen Staatsbürger in Afghanistan fest. Der Mann soll einem Zeitungsbericht zufolge aus dem Umfeld einer inzwischen geschlossenen Hamburger Moschee stammen und steht offenbar im Verdacht, Terroranschläge gegen NATO-Truppen vorbereitet zu haben.
Die Verhandlungen über die Karstadt-Zukunft kommen offenbar voran. Ein Teil der Gläubiger des Vermieter-Konsortiums "Highstreet" stimmte niedrigeren Mieten für 86 Karstadt-Filialen zu. Der Investor Berggruen will den Konzern nur übernehmen, wenn diese Bedingung erfüllt ist. Andernfalls droht Karstadt die Zerschlagung.
Kurz vor Beginn der Nahost-Friedensgespräche in den USA haben jüdische Siedler den geltenden Baustopp im Westjordanland aufgekündigt. In mehreren Siedlungen sind schwere Baufahrzeuge im Einsatz. Die Siedler reagieren damit auf neue Angriffe militanter Palästinenser.
In Washington haben die ersten direkten Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern seit fast zwei Jahren begonnen. Zuvor waren Palästinenserpräsident Abbas und Israels Ministerpräsident Netanjahu als "Friedenspartner" vor die Kameras getreten. Doch in den wesentlichen Streitfragen bleiben beide hart.
Zwei Dänen machen der NASA Konkurrenz: Sie wollen eine selbstgebaute Rakete testen. Im Gegensatz zu den Hightech-Produkten der US-Weltraumbehörde kostet ihre Konstruktion nur etwa 40.000 Euro. Denn der Hitzeschild ist aus Kork, gegen Vereisung hilft ein Haushaltsfön. Gut, dass beim Testflug nur eine Astronauten-Puppe an Bord sein wird.