Acht junge Rennfahrerinnen haben sich im Westjordanland zu den "Speed Sisters" zusammengeschlossen. Sie schneiden bei den Rennen oft besser ab als die Männer. Ihr Training absolvieren sie in Sichtweite eines israelischen Checkpoints, größtes Problem sind die Ersatzteile.
In Bayern ist bei einer Flugschau in der Nähe von Schnaittach ein Doppeldecker verunglückt. Eine Frau kam dabei ums Leben. Mindestens 38 Menschen wurden verletzt, fünf von ihnen schwer. Nach Polizeiangaben war das Flugzeug beim Start zur Seite ausgebrochen und in die Zuschauermenge gerast.
Im Hamburger Schanzenviertel hat es erneut Krawalle gegeben. Nach einem friedlichen Straßenfest griffen in der Nacht Randalierer Polizisten an. Zwar waren die Ausschreitungen nicht so groß wie in den vergangenen Jahren, trotzdem wurden mehrere Menschen verletzt und 42 weitere festgenommen.
Sechs Wochen nach der Katastrophe bei der Loveparade ist in Duisburg noch einmal der 21 Opfer gedacht worden. Mehrere hundert Menschen versammelten sich am Samstag am Unglückstunnel. Dort ging die offiziell erklärte Trauerzeit zu Ende. Heute wurde die Straße wieder für den Verkehr freigegeben.
In der mexikanischen Grenzstadt Juárez ist der Respekt vor dem Leben verschwunden: Im Krieg zwischen Drogenbanden, korrupten Polizisten und Soldaten starben in nur einem Jahr 2600 Menschen. Auftragsmörder arbeiten gleichzeitig für Banden und die Polizei - Massaker gibt es auf Bestellung.
Einen Tag nach dem schwersten Erdbeben seit 90 Jahren im Süden Neuseelands laufen die Aufräumarbeiten. Allein in Christchurch sind etwa 500 Häuser zerstört oder stark beschädigt. Premierminister Key schätzte die Schäden auf umgerechnet eine Milliarde Euro.
Die Opposition warnt die Regierung davor, den vereinbarten Atomausstieg zu kippen. SPD-Chef Gabriel drohte mit einer Klage, falls der Bundesrat bei einer Verlängerung der AKW-Laufzeiten umgangen werde. Grünen-Chefin Roth warf Schwarz-Gelb "Atomlobbyismus" vor und kündigte eine Großdemonstration an.
Zwei Tage nach dem Beginn neuer Friedensgespräche hat die israelische Luftwaffe drei Angriffe im Gazastreifen geflogen. Sie reagierte damit auf einen Raketenangriff sowie Anschläge auf jüdische Siedler. Bei den Angriffen kam ein Palästinenser ums Leben, drei wurden verletzt.
Die Spitzen von Union und FDP haben sich bei ihrem Atomgipfel offenbar auf eine Verlängerung der Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke geeinigt - gestaffelt je nach Alter der Reaktoren. Die geplante Brennelementesteuer soll demnach nur befristet erhoben werden - ergänzt durch einen "Sonderbeitrag".
Mit Tröten und Trillerpfeifen stehen Hunderte von Atomkraftgegnern vor dem Kanzleramt. Dort brüten Kanzlerin Merkel, die Minister Röttgen und Brüderle sowie die Partei- und Fraktionschefs der Koalition über eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten. Das monatelange Streitthema soll heute entschieden werden.
In Agbogbloshie, einem Vorort von Ghanas Hauptstadt Accra, landet Elektroschrott aus aller Welt. Nach der Schule holen sich Kinder Monitore, um Edelmetalle herauszulösen. Umhüllt von giftigem Rauch trennen sie Kupfer und Plastik. So ruinieren sie ihre Gesundheit und die Umwelt.
Ein Jahr nach dem Luftangriff von Kundus hat ein Opfer erstmals Klage gegen die Bundesregierung eingereicht. Anwälten zufolge handelt es sich um den Fahrer eines der Tanklaster, die auf Anordnung der Bundeswehr bombardiert worden waren. Er fordert Schmerzensgeld und medizinische Versorgung.
In Afghanistan stehen die Menschen Schlange vor den Banken. Vor allem Kunden der Kabul Bank heben ihr Geld ab. US-Medien hatten berichtet, das Topmanagement der Bank sei wegen Korruption abgesetzt worden. Präsident Karsai versicherte vergeblich, die Einlagen seien sicher. Dennoch wurden bereits Millionen Dollar abgehoben.
Belgiens König hat zwei ranghohe Vermittler auserkoren, um dem Land aus der Staatskrise zu helfen. Der Präsident der Abgeordnetenkammer, Flahaut, und Senatspräsident Pieters sollen die Regierungsbildung vorantreiben. Der Chef der frankophonen Sozialisten, Di Rupo, war zuvor an dieser Aufgabe gescheitert.
Afghanistans Präsident Karsai will mit Hilfe eines Friedensrates die Gespräche mit den radikalislamischen Taliban in Gang bringen. Dem Gremium sollen unter anderem einflussreiche Stammesführer angehören. Derweil wurden bei Anschlägen in Kundus und Kandahar insgesamt zehn Menschen getötet.
In der Gedenkstätte Sachsenhausen ist an die Einrichtung des sowjetischen "Speziallagers Nummer 7" vor 65 Jahren erinnert worden. Bis 1950 waren auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers rund 60.000 Menschen inhaftiert, in erster Linie Nazi-Funktionäre. Fast 12.000 starben an Hunger und Krankheiten.
Mehrere tausend Menschen haben in Dortmund friedlich gegen eine Kundgebung von Rechtsextremisten demonstriert. Auseinandersetzungen gab es zwischen der Polizei und rund 500 Neonazis sowie einzelnen linken Demonstranten. Zu den Protesten gegen Rechts hatte auch die Stadt aufgerufen.
Die Bundesbankspitze wirft Sarrazin gravierende Verstöße seiner Pflichten vor. Das notwendige Vertrauensverhältnis sei nicht mehr gegeben. Über eine Abberufung entscheiden muss letztlich Bundespräsident Wulff, der den Fall prüfen lässt. Sarrazin selbst warnte Wulff vor einem "Schauprozess".
In Chinas Städten sind sie angesagt: lautlose, abgasfreie Elektrofahrräder. Dass diese Zweiräder dominieren, liegt am Verbot von Mopeds und Motorrädern. Umwelfreundlich sind die E-Bikes auch nur auf den ersten Blick. Denn Elektroenergie wird vor allem mit Kohle gewonnen.
Orte entlang der Ruhr zu interpretieren und anders wahrnehmbar zu machen - dies ist das erklärte Ziel des Lichtkunstfestivals "Ruhrlights: Twilight Zone". Auftakt sollte die Installation "Kubik" der Künstlergruppe Modulorbeat aus Münster bilden, die aber aus technischen Gründen verschoben werden musste.