Die 8. Klasse der waldorfschule Lensahn bringt eine exellente Aufführung des Musical " Anatevka " als Achtklassspiel auf die Bühne.
Über drei Monate haben die Mädchen und Jungen, Lehrer, Eltern, und andere Helfer geprobt und geübt. Das was jetzt am letzten Wochenende im März 2010 von den jungen Schülern auf die Bühne gebracht wurde, ist enorm, und bewunderswert. Kinder, denen gestern noch kein Aufklärungsunterricht zugemutet werden konnte, stellen sowohl schauspielerisch, und damit verbunden emotional die schönste Sache der Welt, die Liebe zwischen zwei Menschen real da.
Mit welcher Selbstverständlichkeit der Fleischer Lazar Wolf darüber spricht, das er seiner ausgewählen gut sein wird, das er einsam ist, und deshalb eine Frau will.
Die älteste Tochter Zeitel, bringt absolut verständlich ihrem Vater Tevjes gegenüber zum Ausdruck, dass sie den Fleischer nicht heiraten kann und will, weil sie Mottel den Schneider liebt. Sie spielt es so überzeugend, dass der Zuschauer glauben kann, dass das Kind wirklich weis was Liebe heißt, die Emotion kommt so wirklich herüber, das es faszinierend ist.
Nicht zuletzt wird es wohl Dank der tollen Rgieunterstützung eines Schauspielers sein, Martin Benz, der Vater des Tevje, der den Milchmann spielt.
Zufall oder ...
Anatevka, das Musical das die Liebe der Menschen zueinander beschreibt, die Tradition versucht zu erklären, und die Veränderung darstellt, die die Wirklichkeit immer wieder hervorgerufen hat.
Ein Spiel von Zusammenkommen und sich Trennen.
Die Gottergebenheit der Juden, sowie die Verträglichkeit der einfachen Menschen im Volk einerseits, und der Hass der Herrschenden, die alles zerrüttet, Macht, die die friedliche Welt auflöst.
Eine achte Klasse spielt Anatecka, sie weiß, nach acht Jahren ist die Zeit der Trennung vom geliebten, wohlsorgenden Klassenlehrer gekommen, eine neue Zéit bricht an, geprägt von Selbstständigkeit
und eigner Verantwortung.
Auch wenn die Töchter Zeitel, Hodel und Chava davon singen, das die Heiratsvermittlerin Jente ihr einen guten, wohlhabenden Mann bringen soll, wissen sie doch bereits latent, sie werden ihre eignen Wege gehen. Die Zeit fordert sie herraus, sie haben entweder bereits ihren Liebsten gefunden, oder werden eingne Initiative entwickeln ( müssen ) um ins Leben zu gehen.
Ein toller Erfolg für die Kinder, für den Klassenlehrer Peer Friese an der Waldorfschule in Lensahn.