Jeder von uns isst und trinkt jeden Tag. Es ist selbstverständlich, wir gehen in den Supermarkt und kaufen das was uns schmeckt. Tagtäglich kaufen wir Milch, Butter, Fleisch oder Gemüse und natürlich Schokolade und Kekse.
Erntedankfest ist das Fest für uns Christen, in dem wir danken dafür, dass wir satt werden, dass wir keinen Durst haben.
Wir feiern Erntedankfest weil Gott uns zugesichert hat, dass solange die Erde existiert, es nicht aufhören soll Saat und Ernte zu geben.
Das war nach der Sintflut, als die Erde ganz mit Wasser bedeckt war und nichts mehr auf der Erde lebte außer was Noah in die Arche gebracht hatte. Gott hat den Menschen versprochen, er will uns nie wieder so strafen, er wird immer dafür sorgen das Saat und Ernte geschehen.
Und weil wir Christen glauben, dass Gott alles kann, glauben wir auch, das Gott dafür sorgt, dass die Kartoffeln wachsen, oder die Bäume und die Blumen. Manchmal sagen wir auch, das ist ja ein Wunder der Natur, aber wir meinen, weil es so unheimlich bewundernswert ist wie Gott es macht, dass die Äpfel vom Frühling bis zum Herbst nach und nach immer größer werden und im Herbst reif und lecker schmecken.
Erntedankfeste gibt es, seit Menschen Getreide, Gemüse oder Obst anbauen und ernten. Eine gute Ernte ist überlebenswichtig, damit es im Winter genug zu essen gibt. Deshalb danken wir Menschen Gott für reiche Erträge.
Auch Jesus Christus verweist oft auf die Natur, wenn er das Reich Gottes veranschaulicht. – "Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen!"(Mt 6,28) Nehmen wir uns diese Weisung zu Herzen und fragen uns einmal, was wir vom Garten lernen können:
Dies sind: Geduld
Davon ist im Jakobusbrief die Rede: "Der Bauer wartet geduldig auf die kostbare Frucht der Erde, er wartet geduldig, bis im Herbst und im Frühjahr der Regen fällt. Ebenso geduldig sollt auch ihr sein"(Jak 5, 7;8).
Die Pflanzen wachsen nicht schneller, wenn man ungeduldig an ihnen zupft. Man muß das Wachsen und Reifen der Pflanzen abwarten. Und eben das ist Geduld.
Dankbarkeit
Welche Freude schenkt uns die Natur, wie geben alle Gewächse ihr Bestes, wenn wir sie nur ein wenig pflegen. So sollten wir gießen, evtl. düngen oder Unkraut ziehen.
So können auch wir bemüht sein in unserem Leben freundlich und nett gegenüber anderen zu sein.
Sorglosigkeit
In der Bibel steht bei Matthäus 6, 25
Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen oder trinken werdet. Sorgt euch auch nicht um euren Körper, was ihr anziehen werdet.
Betrachtet doch die Vögel des Himmels: weder säen noch ernten sie noch häufen sie in Scheunen Vorräte an, und euer Vater im Himmel ernährt sie.
Wir machen uns oft viel Gedanken und Mühe, und dabei erkennen wir nicht, dass Gott uns unser Leben geschenkt hat, er sichert uns zu, sich um uns zu kümmern, uns nicht allein zu lassen.
Gott sorgt für uns.
Darauf können wir uns verlassen.
Und als Dank dafür, dass dies so ist, feiern wir Erntedank.
Wir bedanken uns und bringen Gaben zum Altar des Herrn. Wir geben sozusagen von unserer Ernte etwas ab.
Und da wir wissen, dass es auch Menschen gibt, die nicht viel Geld haben, um sich etwas zu Essen kaufen zu können, freuen wir uns, wenn unsere Opfergaben die Menschen satt machen, die sonst wenig haben. Wir in Grube bringen die Gaben zur Tafel nach Oldenburg. Die Tafel ist eine Einrichtung, die Nahrungsmittel an Menschen verteilt, die sich keine Lebensmittel kaufen können.