Feinstaub aus dem Kamin

Unbestritten gilt Holz als umweltfreundlicher Brennstoff, weil er Kohlenstoffdioxid neutraler verbrennt.
Dennoch bildet sich gefählicher Feinstaub bei der Verbrennung.
Das Bundesumweltministerium ist entschlossen noch im Jahr 2007 dieses Thema im Kabinett zu beraten.
Die Holzfeuerungen in deutschen Haushalten stoßen im Jahr rund 24000 Tonnen Feinstaub aus, selbst alle Dieselfahrzeuge, einschließlich Lastkraftwagen bringen nur rund 21 000 Tonnen Belastung mit sich.
Besonders belastend sind alte Holzöfen und Holzheizungsanlagen, nicht gesäuberte Öfen, und Verbrennungen mit nicht weit genug heruntergetrocknetem Holz. Holz sollte nur 20 % Feuchte noch haben. Optimal ist die Kombination mit einem Pufferspeicher, so muß nicht der Brand heruntergeregelt werden und dazu spart diese Technick 40 % an Holz ein.
Natürlich hat in der Vergangenheit gerade auf dem Hintergrund des hohen ÖLpreises die Verbrennung von Holz zugenommen und verunsichert nun viele. Die mit einer Umrüstung verbundenen Kosten um die in Zukunft geltenden Abgaswerte einzuhalten sind nicht gerade niedrig. Diese Entwicklung hätte dann wiederrum Auswirkungen auf die Akezptanz des Brennstoffes Holz insgesamt und das ist nicht im Sinne der Waldbesitzer.
Das Verfahren wird so sein, das der Schornsteinfeger den Feinstaub-Ausstoß von Holzfeuerstellen mißt, und wenn die neu geschaffenen strengeren Grenzwerte überschritten werden Anlagen stillgelegt, oder durch Filter nachgerüstet werden. Ausgenommen von dieser Filter-Pflicht sollen private Kochherde, Backöfen und Badeöfen, offne Kamine, ( weil Filter hier technisch nicht machbar sind) und vor 1950 errichtete historische Öfen.
Auch wenn es im Ansatz gut und richtig erscheint, bleiben mir Bedenken, ob denn der Gesetzgeben tatsächlich soweit Regelungen anordnen kann, das Menschen das Grundbedürfnis nach Wärme untersagt.
Anderseits zeigt allein die Diskussion dieser Problematik, wie schlimm es mit unserer Umwelt wirklich ist und wie wichtig dabei die Entwicklung alternativer Energiegewinnung ist. Hier insbesondere die Gewinnung von Wärme und Energie aus Wind, Sonne und Wasser.